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Fragen und Antworten rund um das Thema Zahnmedizin und Zahngesundheit.
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Was ist CEREC?

CEREC steht für CEramic REConstruction. Das Verfahren ist eine CAD/CAM-Methode, die es Patienten ermöglicht, in nur einer Sitzung zu hochwertigem Zahnersatz aus Keramik zu kommen – egal ob es sich um eine Füllung, Krone, Teilkrone oder um Veneers handelt. Das Vorgehen ist für den Patienten einfach und findet komplett in der Praxis statt.

Im ersten Schritt nimmt Ihr Zahnarzt die zu behandelnde Stelle mit einer Kamera auf. Danach wird zunächst ein 3D-Modell des Zahnnersatzes erstellt und individuell am Computer bearbeitet.

Mithilfe dieser Daten wird der Zahnersatz dann maschinell aus einem Keramikblock gefräst. Schon direkt danach kann der Zahnarzt die Keramikrestauration bei Ihnen einsetzen.

Was sind die Vorteile von CEREC?

Das CEREC-Verfahren erspart Ihnen einiges. Vor allem wertvolle Zeit. In nur einer Sitzung erhalten Sie einen hochpräzisen Zahnersatz. Bisher waren immer mehrere Zwischenschritte durch die Arbeit in einem externen Labor notwendig. Das alles entfällt jetzt dank des digitalen High-Tech-Verfahrens. Für Sie bedeutet das: kein lästiger Abdruck und kein Provisorium mehr, keine Folgetermine und weitere Spritzen.

CEREC verbindet Präzision mit langer Lebensdauer. Studien zeigen, dass mit CEREC gefertigter Zahnersatz in puncto Haltbarkeit den Goldrestaurationen ebenbürtig ist, wenn nicht sogar länger hält. Mit dem zusätzlichen Vorteil, dass der Zahnersatz aus Keramik weitaus zahnschonender ist. Denn Sie bekommen einen metallfreien Zahnersatz, der sich perfekt in Ihr Gebiss einpassen lässt. Und der sich praktisch nicht mehr vom Originalzahn unterscheidet. Vollkeramisch und hochästhetisch.

Auch ästhetische Langzeitprovisorien sind heute mit CEREC machbar. Denn seit Kurzem stehen uns hierfür hochmoderne Kunststoffe und Kunststoff-Keramik-Mischungen zur Verfügung. Bei einigen Indikationen sind solche Langzeitprovisorien eine echte Alternative – etwa bei Parodontalbehandlungen oder Kiefergelenksproblemen.

Wie lange dauert eine Behandlung mit CEREC?

Eine CEREC Behandlung dauert ca. 60 – 90 Minuten.

Welches Material ist am besten für Zahnersatz geeignet?

Das Material der Wahl ist heute Keramik in unterschiedlichen Zusammensetzungen. Die Hochleistungskeramiken, die inzwischen auf dem Markt sind, bieten dem Patienten immens viele Vorteile – gerade in Kombination mit dem CEREC-Verfahren. Zunächst: Keramik kann eine sehr gute Verträglichkeit mit hoher Ästhetik verbinden. Denn es lässt sich individuell an Ihre Zahnfarbe anpassen. Je nach Zusammensetzung können die heutigen Keramiken besonders hart und abriebfest sein – so wie die modernen Disilikatkeramiken, die daher speziell für Kronen infrage kommen.

Etwas weichere Keramiken und Kunststoff-Keramik-Mischungen (Hybrid) – ähnlich hart wie die eigenen Zähne – kommen dagegen eher bei Inlays/Onlays zum Einsatz. Ein weiterer Vorteil von Keramiken ist ihre geringe Leitfähigkeit von Wärme- und Kältereizen gegenüber Metall- und Goldlegierungen.

Soll man Weisheitszähne ziehen lassen?

Das kommt ganz darauf an. Wenn ein Weisheitszahn gesund ist und genügend Platz hat, spricht erst mal nichts dagegen, ihn zu behalten. Meist fehlt aber der Platz, sodass er teilweise oder komplett im Kieferknochen zurückbleibt. Dann kann eine Extraktion angezeigt sein.

Die Entfernung eines Weisheitszahns kann potenzielle Bakterienherde durch Schmutznischen vermeiden; ebenso die Bildung von Zysten. Ausserdem beugt man einem möglichen Auflösen der Zahnwurzel des Nebenzahns vor – triftige Gründe, die für eine Extraktion sprechen können.

Die Extraktion erfolgt in der Regel ambulant und unter örtlicher Betäubung. Gelegentlich treten danach Schmerzen oder Schwellungen auf. Hier helfen stetige Kühlung und ggf. Analgetika.

Soll ich bei Zahnstein zum Zahnarzt?

Ja, denn Zahnstein ist nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern auf lange Sicht auch ein gesundheitliches. Zunächst: Zahnstein ist sogenannte Plaque, die sich mit der Zeit mineralisiert hat – oft von leicht gelber bis grüner Farbe. Er setzt sich meist an den unteren Schneidezähnen – vor allem in den Zwischenräumen – oder an anderen rauen Gebissflächen fest.

Zahnstein sollte regelmässig (mind. 1 x pro Jahr) entfernt werden, da er die Zahnhygiene an den betroffenen Stellen behindert und ausserdem die Bakterienbildung begünstigt. Die Folgen im Mundraum können Entzündungen und Parodontitis sein; im ungünstigen Falle können die Bakterien auch schwerwiegende Erkrankungen, z. B. des Herz-Kreislauf-Systems hervorrufen.

Eigene Mundhygiene – professionelle Entfernung Achten Sie auf eine gute und regelmässige Zahnhygiene. Benutzen Sie Zahnseide. Damit entfernen Sie schon die normale (weiche) Plaque. Die echte Zahnsteinentfernung ist aber eine Sache der Dentalhygienikerin, die mit Handinstrumenten und Ultraschall den Zahnstein beseitigt. In unserer Prophylaxe-Praxis sind Sie in besten Händen.

Was tun bei Zähneknirschen?

Wer nachts mit den Zähnen knirscht, übt einen enorm hohen Druck auf Zähne und Zahnhalteapparat aus. Der Kaudruck kann zehnmal so hoch liegen wie tagsüber – mit schwerwiegenden Folgen für den ganzen Körper. Die Betroffenen leiden häufig unter Schlaflosigkeit, Schwindel und Ohrgeräuschen (Tinnitus), Kopf-, Nacken- und Schulterschmerzen sowie Sehstörungen.

Die Ursachen des Zähneknirschens (Bruxismus) können vielfältig sein. Oft liegen Stress oder eine Angsterkrankung vor. Manchmal liegt es aber auch am Gebiss selbst, etwa bei Zahnfehlstellungen oder noch nicht perfekt eingeschliffenem Zahnersatz.

Zahnfehlstellungen können wir in der Praxis korrigieren. Und bei Stress können Sie aber einige ganze Menge selbst tun: Um Spannungen abzubauen, empfiehlt sich Sport. Besonders hilfreich sind sanfte Methoden wie Yoga, Tai-Chi und Entspannungstrainings. Manchmal kann auch eine Psychotherapie unterstützend sein.

Als zusätzliche Massnahme hat sich in vielen Fällen eine individuell angefertigte Aufbissschiene bewährt. Sie verhindert einen zu hohen Abrieb der Kauflächen, entlastet das Kiefergelenk und beugt Schmerzen und Folgeerkrankungen vor.

Wenn Kinder mit den Zähnen knirschen, ist das ein ganz natürlicher Vorgang beim Zahnwechsel – und damit keine Grund zur Sorge. Da heute allerdings auch schon die Kleinen unter Stress leiden und darauf mit Zähneknirschen reagieren können, ist Aufmerksamkeit geboten.

Ist Amalgam im Mund schädlich?

Dafür gibt es keine wissenschaftlichen Belege. Dennoch fürchten viele Patienten, dass sie sich mit einer Amalgamfüllung vergiften. Zunächst: Amalgam enthält Quecksilber und das ist hochgiftig. Entscheidend ist aber die tatsächliche Belastung für den Körper. Und die ist weit unter den von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) festgeschriebenen Grenzwerten. Bei einer intakten Amalgamfüllung spricht demnach nichts dagegen, sie im Mund zu belassen. Bei Rissen in der Füllung oder einer Allergie auf Amalgam (extrem selten) muss sie allerdings entfernt werden.

Manchmal spricht auch das Bauchgefühl für eine Entfernung. Oder der Wunsch, die Zahnästhetik zu verbessern. Sprechen Sie uns einfach an. Ihre Sorgen und Wünsche nehmen wir selbstverständlich ernst.

Warum ist Zahnseide so wichtig?

Weil sie genau die Stellen reinigt, die Sie mit Ihrer Zahnbürste nicht erreichen: die Zahnzwischenräume. Die Reinigung der Zahnzwischenräume ist vor allem dann angezeigt, wenn Ihre Zähne bereits Füllungen oder eine Parodontose haben (bzw. Parodontitis wie wir Zahnärzte sagen). Bei Parodontitis ist der Einsatz von Zahnseide eines der besten Mittel, um den weiteren Rückgang des Zahnfleisches zu verhindern. Besonders gefährdet, um an Parodontitis zu erkranken, sind Patienten mit Diabetes oder HIV; für sie ist das Zahnseideln geradezu ein Muss.

Wann Zahnseide und wann Interdentalbürsten?

Zahnseide eignet sich besonders für die Reinigung der engen Zahnzwischenräume. Für die grösseren Zwischenräume sollten Sie dagegen eine Interdentalzahnbürste verwenden. Wie Sie beide Hilfsmittel effizient und verletzungsfrei einsetzen, erklärt Ihnen gerne unsere Dentalhygienikerin.

Knochenaufbau – wann und wieso?

Wenn ein Implantat gesetzt werden soll, kann unter Umständen ein Knochenaufbau nötig sein. Denn jedes Implantat braucht eine stabile Basis, auf der es im Knochen verankert wird. In manchen Fällen kann der Knochen bereits abgebaut sein – etwa wenn an der Stelle lange eine Lücke war und der Knochen nicht belastet wurde. Andere mögliche Ursachen für einen Knochenabbau sind eine Parodontitis, Verletzungen oder Bestrahlungen.

Hinzu kommt: Bei manchen Seitenzähnen ist schon von Natur aus wenig Platz für eine Schraube. Auch hier kann ein Knochenaufbau nötig sein, damit sich später eine Zahnfleischmanschette um das Implantat bilden kann – Voraussetzung für seine lange Lebensdauer.

Was geschieht beim Knochenaufbau?
Es gibt grundsätzlich zwei Methoden, um einen Knochenaufbau durchzuführen: mit synthetischem Knochenersatzmaterial oder mit Eigenknochen. In den meisten Fällen kommt Knochenersatzmaterial zum Einsatz, das in den Knochen implantiert und dann abgedeckt wird und aus rein synthetisch hergestellten, biologisch neutralen Materialien besteht. Manchmal ist aber Eigenknochen die bessere Wahl. Was individuell für Sie infrage kommt, klären wir gerne im persönlichen Gespräch.

Wie lange dauert ein Knochenaufbau?
In der Regel zwischen 30 und 90 Minuten. Der Knochenaufbau geschieht unter örtlicher Betäubung und macht erfahrungsgemäss danach nur wenig oder gar keine Schmerzen. Bei wenig Knochenverlust lässt sich das Implantat direkt beim Knochenaufbau setzten. Bei mehr Knochenabbau ist eine Einheilungszeit von 9–12 Monaten nötig.

Was hilft bei Zahnarztangst?

Bohren, saugen, spritzen – wer alleine bei diesen Worten ein mulmiges Gefühl bekommt, leidet unter Zahnarztangst. Diese ist vielleicht so stark, dass Sie gar nicht mehr zum Zahnarzt gehen und damit langfristig Ihre Gesundheit gefährden. Egal wo die Ursachen liegen – Ihre Sorgen sind fast immer unbegründet. Denn die zahnmedizinischen Behandlungen haben sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten so verbessert, dass wir Sie heute fast immer schmerzfrei behandeln können.

Die gute Nachricht: Zahnarztangst lässt sich also fast immer beheben. Wichtig ist, dass Sie den ersten Schritt machen und das Problem offen und ehrlich in unserer Praxis ansprechen. Wir nehmen uns Zeit für Sie und erklären Ihnen genau, wie eine Behandlung mit geringstmöglichem Aufwand ablaufen kann. Behutsam und schmerzfrei. Selbstverständlich können Sie bei uns einen Ersttermin ohne Behandlung vereinbaren.

Gut zu wissen: Sie behalten bei uns immer die Kontrolle über die Behandlung. Kein Schritt läuft ohne Ihr Einverständnis an. Unser Praxisteam nimmt jede Ihrer Sorgen ernst und unternimmt alles, um Ihnen einen entspannten Zahnarztbesuch zu ermöglichen. Apropos: Entspannungstechniken können sehr unterstützend sein. Probieren Sie es z. B. mit einfachen Atemübungen. Oder bringen Sie Ihre eigene Musik mit, um sich abzulenken. Dann haben Sie bereits die ersten Schritte zur Bewältigung Ihrer Zahnarztangst getan. Bei allem Weiteren gehen wir Ihnen gerne zu Hand.